CSU-Stadtratsfraktion Erlangen im Gespräch mit der Leitung unserer Universität (von links): CSU-Fraktionsvorsitzender Jörg Volleth, FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger, Prof. Dr. Bärbel Kopp, Dr. Kurt Höller.
CSU-Stadtratsfraktion Erlangen im Gespräch mit der Leitung unserer Universität (von links): CSU-Fraktionsvorsitzender Jörg Volleth, FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger, Vizepräsidentin Prof. Dr. Bärbel Kopp, Dr. Kurt Höller.

Investitionszusage: Freistaat steht bei FAU in der Pflicht

CSU-Stadtratsfraktion Erlangen und Arbeitskreis Hochschule im CSU-Bezirksverband Mittelfranken: Investitionsmaßnahmen von insgesamt 1,5 Milliarden Euro sind zwingend erforderlich

Die Pressemitteilung der CSU-Stadtratsfraktion Erlangen finden Sie am Ende dieser Seite zum Download.

Jörg Volleth, Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion Erlangen, und Dr. Kurt Höller, Fraktionssprecher für Universität und Wirtschaft und Bezirksvorsitzender des Arbeitskreises Hochschule und Kultur der CSU (AKH), erklären gemeinsam: „Wir sind stolz auf unseren mittelfränkischen Innovationsmotor FAU. Gleichzeitig muss jedem klar sein: Die Zukunft Erlangens steht und fällt mit der Entwicklung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.“

Im Ergebnis des jüngsten Reuters-Innovationsrankings ist die FAU nunmehr die innovationsstärkste Universität Deutschlands und liegt direkt nach der seit Jahren führenden Katholischen Universität Leuven noch vor allen anderen hoch-renommierten Universitäten wie Oxford, Cambridge, Karolinska, EPFL und TU München auf Platz 2 in Europa. Auch hinsichtlich der DFG Drittmittel-Förderung liegt die FAU in den Ingenieurwissenschaften direkt nach der RWTH Aachen auf Platz 2, mit 3 von insgesamt 13 der prestigeträchtigen DFGGraduiertenkollegs war die FAU in der aktuellen Runde erfolgreicher als jede andere deutsche Universität. Volleth und Höller stellen fest: „Als zweitgrößte bayerische Universität erfüllt die FAU somit nicht nur einen regionalen akademischen Versorgungsauftrag, sondern ist auch Standortfaktor und Innovationsmotor für die mittelfränkische Wirtschaft, allen voran Industrieunternehmen wie Siemens, Schaeffler und Adidas aber auch zahlreiche Innovationsführer im Mittelstand. Ein erfolgreiches Medical Valley ohne diese starke FAU wäre nicht denkbar.“

Die bayerische Staatsregierung hat in diesem Sinne ganz klar die Bedeutung des bayernweiten Hochschulbaus unterstrichen. Der Kauf des Himbeerpalastes für die Zusammenführung der Geisteswissenschaften wurde vollzogen und der Flächenankauf auf dem Siemens-Campus zur Erweiterung der Technischen Fakultät in enger Verzahnung mit Siemens wurde gemeinsam mit Spitzenvertretern von Freistaat, Universität, Siemens und Stadt Erlangen vereinbart. Auch ganz konkret bewegt sich in Erlangen viel: Erst vor zwei Wochen wurde auf dem Gelände der Technischen Fakultät das Interdisziplinäre Zentrum für Nanostrukturierte Filme (IZNF) der FAU, ein gut 4.600 Quadratmeter großer und 41,7 Millionen Euro teurer Forschungsneubau am Südgelände der Universität eingeweiht, um die Spitzenstellung der FAU deutschlandweit und im internationalen Vergleich noch weiter auszubauen.

Ministerpräsident Markus Söder hat auf dem Schlossgartenfest vor einem Jahr sogar insgesamt Finanzmittel von in Summe 1,5 Milliarden in Aussicht gestellt. Mit diesen Mitteln sollen im Konsens mit den Ressortministerien und durch Ministerratsbeschlüsse bestärkt eine Konzentration, Konsolidierung und Profilschärfung bzw. Profilbildung erfolgen. Dies soll im Einzelnen beispielsweise die Bündelung der Technischen Fakultät (TF) in Erlangen durch Ankäufe auf dem Siemens-Campus, die Schaffung eines Geisteswissenschaftlichen Zentrums Erlangen („GWZ-ER“) bei Umzug aus der Koch/Bismarckstraße in den Himbeerpalast mit Hörsaalzentrum in der Henkestraße und Logistikzentrum am Stadtrand, dem Neubau eines Geisteswissenschaftlichem Zentrums im Nürnberger Norden („GWZ-N“) für die dort verbleibenden Erziehungswissenschaften sowie Neubauten für die Chemie im Südgelände umfassen.

Dies alles erfordert Gesamtsanierungen bzw. Ersatzneubauten (u.a. GWZ-ER, GWZ-N, Chemie, Rechtsmedizin, Schloss, Werkstoffwissenschaften), aber auch Erweiterungen (z.B. für die adäquate Deckung des Flächenbedarfs der Technischen Fakultät.). Nicht zu vernachlässigen sind Aufwendungen für Schaffung und Erhalt der Infrastruktur (u.a. DV, Rechenzentrum, Wärme, Kälte, Kanal). Alle diese Maßnahmen müssen dringend in Angriff genommen werden.

Im persönlichen Gespräch mit Volleth, Höller und weiteren Vertretern der CSU-Stadtratsfraktion erläuterte FAU-Präsident Prof. Joachim Hornegger, dass die prioritären Baumaßnahmen der FAU dringend im Staatshaushalt mit Geld hinterlegt werden müssen.

Ähnlich sähe es im bayernweit chronisch defizitär dotierten Bereich der Bauunterhaltsmittel aus, wo für die FAU weniger als ein Fünftel der benötigten Summe von 35 Millionen zur Verfügung stünde. Die FAU habe extreme baulichen Probleme, die in einem engen Zeitfenster gelöst werden müssten. Presseberichte würden inzwischen regelmäßig die schlechte Infrastruktur und die Schadstoffbelastung einiger FAU-Gebäude aufgreifen.

Nach Angaben der Universität sei aufgrund der nicht mehr im Bestand zu behebenden Mängel ab dem Jahr 2024 an den Standorten Koch- und Bismarckstraße (Geisteswissenschaften, ER Innenstadt), Egerlandstraße 3, Gebäude 112 (Chemie, ER Südgelände) und Regensburger Straße (Lehrer- und Lehrerinnenbildung, Nürnberg) das Nutzungsende erreicht.

Etliche weitere Gebäude der FAU seien ebenso verbraucht und hätten z.B. hinsichtlich Brandschutzes, Statik und anderer sicherheitsrechtlicher Vorschriften ein so hohes Risikopotential erreicht, dass Generalsanierungen und/oder Ersatzbauten in Angriff genommen werden müssten.

CSU-Stadtratsfraktion Erlangen und Arbeitskreis Hochschule im CSU-Bezirksverband Mittelfranken fordern die Bayerische Staatsregierung daher dringend auf, entsprechend der vorhergehenden Ministerratsbeschlüsse und der außerordentlich hohen Dringlichkeit alles zu tun, um Schließungen ab 2024 zu vermeiden. Dies beinhaltet insbesondere, die erforderlichen Genehmigungen zügig sicherzustellen und die benötigten Mittel für den Beginn der dringendsten Maßnahmen im kommenden Nachtragshaushalt zu berücksichtigen. Angesichts der außerordentlich positiven Steuersituation scheint ein direkter und umfangreicher Einstieg in die angekündigten Investitionsmaßnahmen von insgesamt 1,5 Milliarden Euro nicht nur sinnvoll und machbar, sondern nun auch zwingend erforderlich.

Jörg Volleth und Dr. Kurt Höller stellen abschließend fest: „Für die Positionierung einer Universität an der Europäischen Spitze sind Anstrengungen in allen Bereichen notwendig. Es reicht nicht, nur einzelne Exzellenzschwerpunkte auszubauen. Auch der Bauunterhalt im laufenden Betrieb ist absolut kritisch. Der Freistaat Bayern steht hier ganz klar in der Pflicht, die projektbezogenen Finanzierungszusagen nun auch schrittweise umzusetzen!“

Ansprechpartner:

Jörg Volleth
Oberbürgermeister-Kandidat, Fraktionsvorsitzender, Stadtrat, stv. CSU-Kreisvorsitzender, CSU-Ortsvorsitzender Frauenaurach, Kriegenbrunn, Hüttendorf, Neuses

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Dr. Kurt Höller, MBA
stv. CSU-Kreisvorsitzender, stv. Kreisvorsitzender Mittelstands-Union (MU), Mitglied im Fraktionsvorstand/Beisitzer, Stadtrat

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Hier finden Sie alle Unterlagen zur Sitzung des Erlanger Stadtrats am 29. Mai 2019.

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