Vernetzung für die Gesundheit – Digitalministerin Bär besucht Erlanger „d.hip“

Auf Initiative von Konrad Körner, CSU-Kandidat für das Europaparlament, und auf offizielle Einladung durch den Erlanger CSU-Fraktionsvorsitzenden Jörg Volleth und Dr. Kurt Höller, Fraktionssprecher für Universität und Wirtschaft sowie Bezirksvorsitzender des Arbeitskreises Hochschule und Kultur, kam Dorothee Bär, MdB, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, am 20. Mai 2019 nach Erlangen. Im Zentrum stand die Besichtigung der Digital Health Innovation Platform (d.hip) in der Henkestraße 127 in Erlangen sowie die Diskussion mit den Projektverantwortlichen und geförderten Startups in diesen Räumlichkeiten.

Nach kurzer Führung durch Medical Valley Center und d.hip sowie Einführung in Geschichte und Zielsetzung des Medical Valley speziell auch mit Blick auf das neue Themenfeld Digital Health erläuterte Jörg Trinkwalter, Mitglied der Geschäftsleitung des Medical Valley EMN (Europäische Metropolregion Nürnberg e.V.), die Bedeutung von Kooperation zwischen globalen Technologieführern wie Siemens Healthineers und öffentlichen Einrichtungen wie dem Universitätsklinikum und der FAU Erlangen-Nürnberg, die ja erst kürzlich im Reuters Innovation Ranking einen beeindruckenden Europaweit zweiten Platz errungen hatte.

Das Beispiel des Medical Valley Center Forchheim, das demnächst ebenfalls vollständig ausgelastet sein wird, zeigt, wie wichtig Platz für Startups und heranwachsende Scaleups in diesem unmittelbaren Umfeld ist. Tobias Zobel, Geschäftsführer des d.hip, machte deutlich, dass Teil der d.hip Strategie auch ein d.hip Campus ist, in dem 4 Professoren und 20 Doktoranden im Bereich künstlicher Intelligenz in der Medizin direkt auf dem Siemens-Gelände in der Henkestraße angesiedelt werden sollen. Auf Nachfrage von Jörg Volleth wird in der Runde übereinstimmend bestätigt, dass die Freifläche in der Gebbertstraße jedoch auch weiterhin große Bedeutung für eine Erweiterung des Medical Valley Centers haben wird, um erfolgreichere Firmen mit höherem Wachstum und Platzbedarf vom d.hip Campus dorthin umzuziehen, ohne sie aus dem strategisch bedeutsamen Umfeld komplett herausdrängen zu müssen.

Im konkreten Beispiel zeigen Ralph Steidl, CEO der Portabiles HCT GmbH, und Nathalie Heckel von der MOIO GmbH wie wichtig ein funktionierendes Netzwerk vor Ort für ihre Startups war und weiterhin ist. Beide fanden jedoch keine geeigneten Flächen in Erlangen und sind nun in Nürnberg bzw. Fürth ansässig. In der anschließenden Fachdiskussion unterstreicht Staatsministerin Bär die speziellen Herausforderungen von Ethikvotum, Datenschutz, Medizinproduktzulassung und Krankenkassenerstattung für Medizintechnik-Produkte und insbesondere auch für Digital Health Produkte und Services. Sie zeigt sich beeindruckt und erfreut über die überzeugenden Erfolgsgeschichte aus Franken und bietet ihre Unterstützung bei digital Health Themen auch in der Kommunikation mit Wissenschafts- und Gesundheitsministerium an. Optischer Höhepunkt ist ein Gruppenfoto der Ministerin mit Diskussionspartnern und Startups aus aller Welt, die im Rahmen des von Medical Valley und EIT Health getragenen GoGlobal Programms in Erlangen auf die Besonderheiten des deutschen Gesundheitsmarktes vorbereitet werden und sich anschließend auf der Branchenmesse MedtecLIVE in Nürnberg präsentieren und vernetzen können.

In seinem Schlusswort sagt Konrad Körner zu, sich über die Förderung für Digital Health Startups auf Bayerischer und Bundesdeutscher hinaus auch auf Europäischer Ebene einzusetzen. Dass jeder Sprecher dieses Ortstermins vom Startups bis zu den Geschäftsführern der Einrichtungen die Bedeutung Europäischer Fördereinrichtungen wie dem European Institute of Innovation and Technology und hier insbesondere EIT Health und der engen Zusammenarbeit auf Europäischer Ebene erwähnte, mache die Bedeutung und Notwendigkeit Europäischer Förderpolitik überdeutlich.

Bericht:

Dr. Kurt Höller, MBA
stv. CSU-Kreisvorsitzender, stv. Kreisvorsitzender Mittelstands-Union (MU), Mitglied im Fraktionsvorstand/Beisitzer, Stadtrat

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